Sachbezug Anbieter Vergleich 2026

Gutscheine und Sachbezugskarten im Vergleich

Stand: 2026

Kurzantwort

Ein Sachbezugs-Anbieter hilft Arbeitgeber dabei, steuerfreien Sachbezug über Gutscheine oder Sachbezugskarten umzusetzen.

Die wichtigsten Anbieter für steuerfreien Sachbezug in Deutschland sind NettoBooster, Edenred, Pluxee, givve, Spendit, Hrmony, Probonio, Belonio und become.1.

Die größten Unterschiede zwischen den Anbietern liegen bei Kartenmodell (Open Loop oder Closed Loop), technischer Kartenstruktur, Gutscheinauswahl und -struktur und Multi-Benefit-Funktionen.

Grundlage für steuerfreien Sachbezug ist insbesondere § 8 EStG. Zusätzlich spielen die ZAG-Regelungen bei Karten- und Gutscheinmodellen eine wichtige Rolle.

Weiterführende Grundlagen:

Was dieser Sachbezug-Anbieter-Vergleich betrachtet

Dieser Vergleich der Sachbezug-Anbieter fokussiert sich auf Anbieter für:

Einen strukturierten Überblick über die verschiedenen Sachbezugs-Modelle und deren Unterschiede findest du im Sachbezug Vergleich.

Nicht betrachtet werden in diesem Anbieter-Vergleich insbesondere:

Diese Benefitbereiche unterscheiden sich inhaltlich, steuerlich und organisatorisch teilweise deutlich von klassischen Sachbezugsmodellen. Des weiteren verfolgen sie ein anderes Ziel: nicht mehr Kaufkraft für die Mitarbeiter, sondern idealerweise weniger Fehltage im Unternehmen.

Welche Sachbezugs-Lösung am besten zu einem Unternehmen passt, hängt unter anderem von Unternehmensgröße, gewünschter Flexibilität, Verwaltungsaufwand und den bevorzugten Benefit-Arten ab.
-> Mehr dazu im Ratgeber: Welcher Sachbezug ist sinnvoll? Die passende Lösung für dein Unternehmen

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick

ThemaKurzfazit
Kleine UnternehmenGutscheine oft günstiger und einfacher
Ab ca. 10 MitarbeitendenKartenmodelle und Kombi-Lösungen häufig sinnvoller
Höchste FlexibilitätKombi-Lösungen mit Gutscheinen und Karten
Wichtigster UnterschiedKartenstruktur und Gutscheinlogik
Sensible ThemenIBAN bei Karten, Datenschutz im Bankportal, Händlertransparenz
MarkttrendErweiterung von Sachbezug zu Multi-Benefit-Lösung

Schnellvergleich der Sachbezugs-Anbieter

AnbieterGutscheineGutschein-preisKarteKartenpreisOpen LoopMulti-BenefitAuffälligkeit
NettoBoosterkostenlos bis 5 MAindividuell🟢
Hrmony / HelloBonnieab 1,90 €ab 1,90 €
+ 2,5%
🔴 🟣
Probonioab 2,40 €ab 2,40 €🔴 🟣
Belonioab 2,40 €ab 2,40 €🔴
become.1ab 1,95 €ab 2,45 €🔴 🟣
Recardy / Benefits Managerab 1,99 €ab 2,99 €🟣
RegionalHeroprüfenab 1,50 €🟣
Salfyab 1,50 €
localbenefitsk.A.🔴
Edenredca. 2,95 €ca. 2,95 €🟡
Pluxeeauf Anfragez.T.🟡
givveca. 2,5 % Ladegebühr, mind. 2,50 €🟢
Spenditrealistisch ab ca. 3,50 €z.T.🟡
empluab 1,90 €🟢
pxtraab 2,00 €🔴
Lofinoab 2,20 €
Circulaab 1,00 €
PayCenterEinrichtung + Ladegebühr🔴

Legende der Auffälligkeiten

🟢 sachbezugskonforme Lösung

🟡 weniger Auswahl (Closed Loop)

🔴 steuerliche Risiken, z.B. bei einzelnen Gutscheinen oder bei Sachbezugskarten mit IBAN

🟣 Mitarbeiter-Datenschutz im Bankportal beachten

⚪ öffentlich wenig transparent

Was viele Sachbezugs-Vergleiche sonst nicht zeigen

Die größten Unterschiede zwischen Sachbezugs-Anbietern liegen häufig nicht beim Preis oder bei der Anzahl der Gutscheinpartner.

Entscheidend sind oft:

  • Kartenstruktur: Open Loop oder Closed Loop, IBAN bei Sachbezugskarten steuerschädlich
  • Marketplace-Strukturen bei Gutscheinen, Händlertransparenz
  • Datenschutz
  • technische Umsetzung
  • Multi-Benefit-Flexibilität

Gerade moderne Open-Loop-Karten unterscheiden sich deutlich von Closed-Loop-Karten. Einige Anbieter wirken eher restriktiv und sachbezugsnah. Andere arbeiten mit offenen Gutscheinwelten, Marketplace-Strukturen, kontonahen Kartenmodellen oder transparenteren Zahlungsstrukturen.

Vertiefung:

Sachbezug Anbieter Vergleich mit Gutscheinen, Sachbezugskarten und Multi-Benefit-Plattformen für Arbeitgeber.

Gutschein oder Sachbezugskarte – was ist besser?

Unternehmen stehen beim steuerfreien Sachbezug häufig vor der Frage:

  • klassische Gutscheine
  • oder moderne Sachbezugskarten?

Beide Modelle haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Mehr dazu im vertiefenden Vergleich:
-> Gutschein vs. Sachbezugskarte

Wann Gutscheine sinnvoll sein können

Gutscheinlösungen sind häufig:

  • günstiger
  • einfacher einzuführen
  • stationär und online nutzbar
  • besonders für kleine Unternehmen interessant.

Außerdem ermöglichen Gutscheine für Mitarbeiter oft eine stärkere Steuerung der Händlerwelt.

Wann Sachbezugskarten sinnvoll sein können

Sachbezugskarten bieten häufig:

  • höhere Alltagstauglichkeit
  • mehr Flexibilität
  • weniger Verwaltungsaufwand
  • höhere Skalierbarkeit
  • ein besseres Nutzererlebnis.

Besonders Open-Loop-Karten ermöglichen Mitarbeitenden oft eine deutlich flexiblere Nutzung im Alltag.

Vertiefung:

-> Modelle und Anbieter von Sachbezugskarten im Detail

Der wichtigste Unterschied liegt oft im Hintergrund

Entscheidend ist häufig nicht nur, ob ein Anbieter Gutscheine oder Karten anbietet.

Wichtiger sind oft:

  • die technische Kartenstruktur
  • Open Loop oder Closed Loop
  • die steuerlich relevante Einlösestruktur
  • mögliche Fragen zum Datenschutz

Vertiefung:

Welche Anbieter bieten Multi-Benefit-Lösungen?

Einige Sachbezugs-Anbieter haben sich zu Multi-Benefit-Lösungen entwickelt.

Manche Anbieter fokussieren sich hauptsächlich auf Gutscheine, Sachbezugskarten oder einzelne Benefitarten. Andere kombinieren zusätzlich Essenszuschuss, Mobilitätsbenefits, Internetzuschuss, Sachprämien oder weitere steuerfreie Benefits.

Zu den stärker integrierten Multi-Benefit-Lösungen zählen aktuell insbesondere:

  • NettoBooster
  • Hrmony / HelloBonnie
  • Probonio
  • Belonio
  • become.1
  • Recardy / Benefits Manager
  • RegionalHero
  • emplu
  • Salfy

Spendit bietet zwar zusätzliche Benefitmodule, bietet jedoch nur wenige Mitarbeiter-Benefits.

Welche Anbieter bieten 100% steuerkonforme Lösungen?

Einige Anbieter arbeiten mit stärker kontrollierten Händlernetzwerken, kuratierten Gutscheinwelten oder restriktiveren Kartenmodellen. Dadurch wirken diese Modelle häufig sachbezugsnäher aufgebaut.

Dazu zählen aktuell insbesondere:

  • NettoBooster
  • givve
  • Pluxee
  • emplu

Andere Anbieter arbeiten stärker mit offenen Gutscheinplattformen, die auch Gutscheine enthalten, die steuerliche Risiken beinhalten oder bieten Sachbezugskarten mit eigener IBAN.

Welche Anbieter von Sachbezugskarten arbeiten mit Open Loop?

Open-Loop-Sachbezugskarten funktionieren meist über Mastercard oder Visa. Das bedeutet, dass die Guthabenkarten in allen Geschäften in der Region eingelöst werden kann, wo man mit Mastercard oder VISA bezahlen kann. Dadurch sind sie im Alltag deutlich flexibler nutzbar.

Closed-Loop-Modelle arbeiten dagegen stärker mit festen Händlernetzwerken, kontrollierten Akzeptanzstellen und begrenzten Partnerstrukturen.

AnbieterOpen Loop
NettoBooster
Hrmony / HelloBonnie
Probonio
Belonio
become.1
Recardy / Benefits Manager
givve
RegionalHero
localbenefits
Edenred
Pluxee
Spendit

Vertiefung:

-> Open Loop und Closed Loop bei Sachbezugskarten erklärt

Welche Karten-Anbieter nutzen SWAN?

Öffentlich erkennbare SWAN-Strukturen bestehen aktuell insbesondere bei:

  • Hrmony / HelloBonnie
  • become.1
  • Recardy / Benefits Manager
  • RegionalHero / guud

SWAN-basierte Modelle arbeiten typischerweise mit Open-Loop-Mastercard-Strukturen, technisch gesteuerten Einschränkungen und zentralen Arbeitgeberkonten statt eigener IBAN pro Karte.

SWAN-basierte Kartenlösungen können über das Bankingportal von SWAN eine hohe Transparenz über Kartenumsätze ermöglichen. Dadurch können Fragen zum Mitarbeiter-Datenschutz relevant werden, insbesondere wenn Einlösungen bei bestimmten Händlern potenziell Rückschlüsse auf Gesundheit oder persönliche Lebensbereiche zulassen.

Vertiefung:

Welche Karten-Anbieter nutzen PayCenter bzw. VIMpay?

Folgende Sachbezugskarten-Anbieter nutzen aktuell Paycenter als kartenausgebende Bank:

  • Probonio
  • localbenefits
  • PayCenter selbst

Dabei ist zu beachten, dass jede Karte über eine eigene IBAN verfügt. Dies widerspricht grundsätzlich den steuerrechtlichen Anforderungen an Sachbezugskarten.

Ob und inwieweit dadurch steuerliche Risiken bestehen, sollte daher zusammen mit dem Steuerberater und der Finanzbehörde geklärt werden.

Vertiefung:

Welche Sachbezugslösung passt zu welchem Unternehmen?

Kleine Unternehmen mit 1 bis 5 Mitarbeitenden

Für kleine Unternehmen sind Gutscheine häufig die einfachste Lösung.

Häufig passende Anbieter:

  • NettoBooster
  • emplu
  • Salfy
  • pxtra

Unternehmen ab etwa 10 Mitarbeitenden

Ab etwa 10 Mitarbeitenden werden Sachbezugskarten und Kombi-Lösungen häufig interessanter.

Gründe sind weniger Verwaltungsaufwand, höhere Alltagstauglichkeit, flexiblere Nutzung, bessere Skalierung und die Möglichkeit, Gutscheine und Karten zu kombinieren.

Passende Anbieter:

  • NettoBooster
  • Edenred
  • Pluxee
  • givve
  • Hrmony
  • Probonio
  • Recardy / Benefits Manager
  • RegionalHero

Anbieter im Kurzprofil

NettoBooster

  • Gutscheine und Sachbezugskarten kombinierbar
  • eher restriktive Gutscheinwelt
  • Open Loop Sachbezugskarten optional möglich
  • kostenlos bis 5 Mitarbeitende
  • Fokus auf flexible Kombi-Struktur

Vertiefung:

Edenred

  • stark kartenfokussiert
  • zusätzlich Gutscheinpartner, eher kuratiert
  • Closed Loop, also auf Akzeptanzpartner beschränkt
  • vergleichsweise restriktive Struktur bei Karte und Gutscheinen
  • ein Gutschein mit steuerlichem Risiko (Apple)

Vertiefung:

Pluxee

  • klassische Sachbezugskarte
  • Fokus auf Händlernetzwerke
  • Closed Loop, also auf Akzeptanzpartner beschränkt
  • eher restriktive Struktur

Vertiefung:

givve

  • Open-Loop-Kartenmodell
  • DiPocket als Karten-Issuer
  • technisch eingeschränkte Händlerstruktur
  • Beschränkung wahlweise auf Postleizahlen oder auf einen Händler

Vertiefung:

Probonio

  • Gutscheine oder Karten auswählbar
  • VIMpay-/PayCenter-als Bank für die Sachbezugskarte -> mit eigener IBAN!
  • potenziell steuerlich problematische Kartenstruktur
  • Gutscheinwelt enthält auch steuerlich riskante Gutscheine

Vertiefung:

become.1

  • flexible Plattformlösung
  • Gutscheine und Karten kombinierbar
  • SWAN-basierte Kartenlösung -> Mitarbeiter-Datenschutz klären
  • Open Loop-Modell
  • offene Gutscheinwelt, dabei auch mind. ein Gutschein mit Steuer-Risiko

Vertiefung:

Recardy / Benefits Manager

  • SWAN-basierte Kartenstruktur
  • Open-Loop-Modell
  • Mitarbeiter-Datenschutz im Banking-Portal klären
  • Gutscheine und Karten kombinierbar
  • Gutscheine ab 1,99 € / Karten ab 2,99 € pro Mitarbeiter

Vertiefung:

RegionalHero

  • SWAN-basierte Kartenstruktur -> Mitarbeiter-Datenschutz beachten
  • Open-Loop-Modell
  • „B-Card“: Gutscheine für sehr kleine lokale Einlösepartner in Berlin und München
  • zugleich die Benefit-Infrastruktur für „Guud Benefits“

Vertiefung:

localbenefits

  • regionaler Fokus mit lokalen Kartenmodellen
  • PayCenter-basierte Kartenlogik
  • Open-Loop-Kartenmodell
  • Karten haben eigene IBAN -> zu empfehlen: Anrufungsauskunft nach § 42e EStG

Vertiefung:

Spendit

  • Closed-Loop-Kartenmodell -> stark eingeschränkt
  • Fokus auf steuerlich kontrollierte Kartenlogik
  • zusätzliche Benefits: Lunch-App, Mobilitätszuschuss, Wellness

Vertiefung:

emplu

  • Sachbezug nur mit Gutscheinen
  • nach eigenen Angaben restriktive Gutscheinwelt
  • Multi-Benefit-Lösung

Salfy

  • Multi-Benefit-Lösung
  • reine Gutscheinstruktur
  • Gutscheine ab 1,50 € pro Mitarbeitendem
  • keine öffentliche Gutscheinübersicht

Lofino

  • einfache Gutscheinlösung
  • öffentlich vergleichsweise wenig transparent

Circula

  • günstige Gutscheinlösung
  • öffentlich vergleichsweise wenig transparent

PayCenter

  • Open-Loop-Kartenmodell
  • eigene IBAN pro Karte
  • aus steuerlicher Sicht häufig kritisch als Geldleistung bewertet
  • zugleich das Karten-Institut für andere Benefit-Anbieter, z.B. für Probonio und localbenefits

Vertiefung:

Fazit

Der Markt für steuerfreien Sachbezug entwickelt sich zunehmend weg von einzelnen Sachbezugskarten hin zu flexiblen Multi-Benefit-Plattformen.

Die größten Unterschiede zwischen den Anbietern liegen 2026 nicht mehr nur beim Preis oder bei der Anzahl der Gutscheinpartner.

Entscheidend sind vor allem Kartenstruktur, Gutscheinlogik, Open Loop oder Closed Loop, mögliche IBAN-Strukturen, Transparenz von Händler- und Transaktionsdaten sowie tatsächliche Multi-Benefit-Flexibilität.

Für kleine Unternehmen sind Gutscheine häufig günstiger und einfacher. Ab etwa 10 Mitarbeitenden werden Kartenmodelle und flexible Kombi-Lösungen oft interessanter.

Unternehmen sollten deshalb nicht nur die Anzahl der Gutscheinpartner vergleichen, sondern vor allem prüfen, wie die technische und steuerliche Struktur hinter dem jeweiligen Modell aufgebaut ist.

FAQ zum Sachbezug Anbieter Vergleich

Was ist der beste Sachbezugs-Anbieter?

Die Antwort hängt von Unternehmensgröße, Budget, Karten- oder Gutscheinfokus und gewünschter Flexibilität ab.

Welche Anbieter bieten Gutscheine und Karten?

Gutscheine und Karten bieten unter anderem NettoBooster, Hrmony, Probonio, Belonio, become.1, Recardy / Benefits Manager, RegionalHero und Edenred.

Welche Anbieter bieten Sachbezugskarten im Open Loop Modell an?

Open-Loop-Modelle bieten unter anderem NettoBooster, Hrmony, Probonio, Belonio, become.1, Recardy / Benefits Manager, givve, RegionalHero, Paycenter und localbenefits.

Welche Sachbezugskarten-Anbieter nutzen SWAN?

Öffentlich erkennbare SWAN-Strukturen bestehen aktuell insbesondere bei Hrmony / HelloBonnie, become.1, Recardy / Benefits Manager und RegionalHero incl. Guud.

Welche Sachbezugskarten-Anbieter nutzen PayCenter?

Öffentlich erkennbare PayCenter-/VIMpay-Strukturen bestehen aktuell insbesondere bei Probonio, localbenefits und PayCenter.

Welche Anbieter gelten als eher sachbezugsnah aufgebaut?

her restriktive bzw. sachbezugsnahe Strukturen wirken aktuell insbesondere bei NettoBooster, givve, Pluxee und emplu.

Welche Sachbezugs-Anbieter eignen sich für kleine Unternehmen?

Für kleine Unternehmen eignen sich häufig Gutscheinlösungen wie NettoBooster, emplu, Salfy, pxtra oder Circula.

Was kostet eine Sachbezugskarte?

Viele Sachbezugskarten liegen monatlich grob zwischen etwa 2 € und 4 € pro Mitarbeiter und Monat. Je nach Anbieter können einmalige Kartenkosten, Aufladegebühren, Mindestgebühren oder Einrichtungsgebühren hinzukommen.