Sachbezug statt Gehaltserhöhung: Mehr Netto für Mitarbeitende bei gleichen Kosten
Viele Arbeitgeber stehen regelmäßig vor der gleichen Frage:
👉 Wie können wir Mitarbeitenden mehr bieten, ohne die Kosten unverhältnismäßig zu erhöhen?
Die klassische Antwort ist eine Gehaltserhöhung.
In der Praxis zeigt sich jedoch:
Von einer Gehaltserhöhung kommt beim Mitarbeitenden oft nur ein Teil tatsächlich an.
Ein Sachbezug kann hier deutlich effizienter sein.

Sachbezug statt Gehaltserhöhung – kurz erklärt
Ein Sachbezug von 50 € monatlich kann für Mitarbeitende die gleiche Wirkung haben wie eine deutlich höhere Gehaltserhöhung.
Der Grund ist einfach:
Sachbezug kann – bei korrekter Umsetzung – steuer- und sozialabgabenfrei gewährt werden.
Dadurch kommt der Vorteil nahezu vollständig beim Mitarbeitenden an.
Der Vergleich: 50 € Netto vs. 50 € Sachbezug
Um die Wirkung wirklich vergleichen zu können, muss die gleiche Kaufkraft für den Mitarbeiter betrachtet werden:
50 € zusätzlicher Nutzen beim Mitarbeitenden
Gehaltserhöhung
Damit beim Mitarbeitenden 50 € netto ankommen:
- sind etwa 100 € brutto mehr Gehalt erforderlich
- entstehen mindestens ca. 120 € Arbeitgeberkosten
Sachbezug
Beim steuerfreien Sachbezug:
- erhält der Mitarbeitende bis zu 50 € monatlich
- steuer- und sozialabgabenfrei (bei korrekter Umsetzung)
Ergebnis:
- Arbeitgeber zahlt 50 €
- Mitarbeitende erhalten bis zu 50 € Nutzen
Sachbezug erreicht damit die gleiche Wirkung bei deutlich geringeren Kosten.
Welche Anbieter steuerfreie Gutscheine, Sachbezugskarten oder kombinierte Benefit-Lösungen anbieten, zeigt der Sachbezug Anbieter Vergleich 2026.
Rechenbeispiel im direkten Vergleich
| Modell | Arbeitgeberkosten | Nutzen für Mitarbeitende |
| Gehaltserhöhung | ca. 120 € | 50 € netto |
| Sachbezug | 50 €* | 50 € |
*Wenn man noch die Gebühr für die Sachbezugslösung betrachtet, liegt man bei max. 55 €:
- bei Gutscheinen 0 € bis max. 2 € pro Mitarbeiter
- bei Guthabenkarten 1 € bis max. 5 € pro Mitarbeiter
Die gleiche Netto-Kaufkraft für den Mitarbeiter (50 €) kostet beim Sachbezug weniger als die Hälfte von dem, was die Gehaltserhöhung kostet.
Unterschied beim Sachbezug: Kaufkraft
Nicht jeder Sachbezug wirkt gleich.
Sachbezug über Gutscheine oder Karten
Wird der Sachbezug über Gutscheine oder Guthabenkarten umgesetzt, entsteht für die Mitarbeiter echte zusätzliche Kaufkraft – wie im obigen Beispiel dargestellt.
Mitarbeitende können das Budget im Alltag nutzen:
- Einkaufen
- Tanken
- Freizeit
Beispiele:
→ Sachbezug Beispiele
Andere Benefits (z. B. BKV oder Fitness)
Leistungen wie:
- betriebliche Krankenversicherung
- Fitnessangebote
haben ebenfalls ihren Wert.
Sie erzeugen jedoch keine zusätzliche Kaufkraft:
- sie sind zweckgebunden
- sie ersetzen keine alltäglichen Ausgaben
- sie werden von den Mitarbeitenden unterschiedlich intensiv genutzt
Details:
→ BKV im Sachbezug Kontext
→ Fitnessstudio als Sachbezug
Sachbezug über Gutscheine oder Karten ist damit der effektivste Weg, um reale Kaufkraft zu erhöhen.
Einen strukturierten Überblick über alle Modelle findest du im
→ Sachbezug Vergleich
Warum Sachbezug mit Gutscheinen oder Karten stärker wirkt
Sachbezug über Gutscheine und Guthabenkarten entfaltet seine Wirkung aus mehreren Gründen:
- das Budget ist direkt nutzbar
- der Vorteil wird konkret wahrgenommen
- die Wirkung ist monatlich und kontinuierlich
Im Gegensatz dazu wird eine Gehaltserhöhung oft weniger bewusst wahrgenommen, obwohl sie doppelt so teuer ist.
Wie Sachbezug in der Praxis umgesetzt wird
In der Praxis wird Sachbezug meist umgesetzt über:
- Gutscheine
- Guthabenkarten
- strukturierte Benefit-Lösungen
Überblick:
→ Sachbezug Anbieter
Entscheidend ist dabei nicht nur der Benefit selbst, sondern die korrekte und strukturierte Umsetzung.
Grundlagen zur steuerlichen Einordnung finden sich z. B. in § 8 EStG.
Vertiefung:
→ rechtliche Voraussetzungen für steuerfreien Sachbezug
Wann Sachbezug besonders sinnvoll ist
Sachbezug ist besonders effektiv:
- als Alternative zu kleinen Gehaltserhöhungen
- bei begrenztem Budget
- zur Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität
Gerade bei kleineren und mittleren Unternehmen lässt sich so mit überschaubarem Aufwand eine hohe Wirkung erzielen.
Der häufigste Fehler
Viele Unternehmen erhöhen Gehälter, obwohl ein Sachbezug sinnvoller wäre.
Das führt häufig zu:
- höheren Kosten
- geringerer Wirkung
- ineffizientem Budgeteinsatz
Entscheidend ist nicht die Höhe des Budgets, sondern was beim Mitarbeitenden tatsächlich ankommt.
Was tun, wenn 50 € nicht ausreichen?
Der steuerfreie Sachbezug ist auf 50 € monatlich begrenzt.
Viele Unternehmen möchten ihren Mitarbeitenden jedoch mehr bieten.
In der Praxis werden dann zusätzliche Benefits eingesetzt:
- Sachprämien für Mitarbeiter
- Internetzuschuss vom Arbeitgeber
- Täglicher Essenszuschuss
- weitere steuerlich begünstigte Leistungen
👉 Übersicht über alle steuerbegünstigten Zusatzleistungen:
→ steuerfreie Mitarbeiterbenefits
Sachbezug ist damit häufig der Einstieg – und dann schöpfen Arbeitgeber und Mitarbeiter gern weitere Steuervorteile aus mit weiteren Benefits.
Vom Sachbezug zur Benefit-Struktur
Sobald mehrere Benefits eingesetzt werden, steigt die Komplexität:
- unterschiedliche Anbieter
- verschiedene Systeme
- steigender Verwaltungsaufwand
Unternehmen reagieren darauf mit einer strukturierten Lösung:
- Kombination verschiedener Benefits
- zentrale Steuerung
- flexible Anpassung
Eine anbieterneutrale Multi-Benefit-Lösung ermöglicht:
- Bündelung aller Benefits in einem System
- Erweiterung über den Sachbezug hinaus
- geringeren Verwaltungsaufwand
- mehr Auswahlmöglichkeiten für Mitarbeitende
Viele Unternehmen beginnen mit Sachbezug – und entwickeln daraus schrittweise eine strukturierte Benefit-Lösung.
Fazit
Steuerfreier Sachbezug ist keine Alternative zur Gehaltserhöhung – sondern eine effiziente Ergänzung.
Er ermöglicht:
- mehr Netto-Wirkung
- geringere Kosten
- höhere Wahrnehmung bei Mitarbeitenden
Wer Mitarbeitenden echte Kaufkraft geben möchte, erreicht das effektiv mit Gutscheinen und Guthabenkarten als steuerfreien Sachbezug.
FAQ Sachbezug statt Gehaltserhöhung
Ist Sachbezug besser als eine Gehaltserhöhung?
In vielen Fällen ja, weil die Netto-Wirkung für die Mitarbeiter doppelt so stark ist.
Wie viel kostet eine Gehaltserhöhung für 50 € netto?
In der Regel mindestens etwa 120 € Arbeitgeberkosten.
Wie hoch ist der Sachbezug?
Bis zu 50 € monatlich steuerfrei bei korrekter Umsetzung.
Erzeugt jeder Benefit Kaufkraft?
Nein. Nur Gutscheine und Karten erzeugen direkt zusätzliche Kaufkraft.
Kann man Sachbezug mit anderen Benefits kombinieren?
Ja, das ist in der Praxis üblich und sinnvoll.